Weintasting - So läuft eine Weinprobe mit Weinverkostung ab
Ob als angehender Weinkenner oder einfach nur aus Neugierde: eine Weinverkostung bietet eine schöne Möglichkeit, in einem geselligen Rahmen und unter fachkundiger Anleitung in die faszinierende Welt der Aromen und die Kunst des Weines einzutauchen. Sie möchten wissen, wie solch ein Weintasting im Detail abläuft?
Eine kulinarische Reise für Laien und Kenner
Die gute Nachricht zu Beginn: eine Weinverkostung bei einem Weintasting erleben - das ist nicht nur für alle interessant, die "etwas von Wein verstehen", ganz im Gegenteil. Lassen Sie sich als Neuling auf dem Gebiet auf eine kulinarische Entdeckungsreise ein und finden Sie mit etwas Glück Gefallen an einem neuen Hobby! Aber auch Kenner lassen sich ein gutes Weintasting nicht entgehen - zu facettenreich sind diese Weine dieser Welt und langweilig wird es garantiert nie! Eine angenehme Atmosphäre darf bei der Weinverkostung nicht fehlen. So finden viele dieser Veranstaltungen ganz standesgemäß in einer Weinhandlung oder gar direkt auf einem Weingut mit angeschlossenem Weinkeller statt.
Am Anfang steht das Präsentieren der Weine
Typischerweise beginnt eine Weinprobe mit einer Präsentation aller Weine, die nachfolgend verkostet werden. Hier gibt es ganz unterschiedliche Ansätze. Mal konzentriert sich die Weinverkostung zum Beispiel auf Weine aus einer bestimmten Weinregion wie etwa aus dem Rheingau, von der Mosel, aus dem Weinanbaugebiet Rheinhessen oder natürlich auch aus Weinregionen in aller Welt. Mal stehen individuelle Rebsorten im Fokus. Sauvignon Blanc, Chardonnay, Riesling, Müller Thurgau und Co: allein in Deutschland gibt es weit über 100 verschiedene Rebsorten.
Die Sinne schärfen bei der Weinverkostung
Sehen - Riechen - Schmecken: das sind die drei Sinne, die bei der Weinverkostung geschärft werden. Klassischerweise steht bei einer Weinverkostung das Sehen an erster Stelle. Welche Farbe hat der Wein? Ist er klar oder eher trüb? Auf das Sehen folgt das Riechen. Welche Aromen nehmen Sie wahr? An welche Düfte erinnern Sie die Aromen des Weines? Einige Teilnehmer schließen hier gerne die Augen, um sich ganz auf den Sinn des Riechens konzentrieren zu können. Als letzter Punkt folgt als Highlight das Schmecken. Welche Geschmacksnuancen lassen sich heraus schmecken? Bringt der Wein eine Süße mit oder ist er eher säuerlich? Vielleicht etwas fruchtig oder eher blumig? Hier kann man bei der Beschreibung nichts falsch machen und auch als Laie muss man sich nicht scheuen, seinen ganz persönlichen Eindruck in Worte zu fassen. Übrigens: wussten Sie, dass es bei vielen Weinverkostungen eine bestimmte Reihenfolge gibt? Bei einem Mix aus verschiedenen Weinsorten startet das Tasting üblicherweise mit einem leichten Wein wie einem Weißwein. Danach folgt der Roséwein und im Anschluss der typischerweise schwere Rotwein.
Bild: Weinverkostung - schärfen sie Ihre Sinne * unsplash Louis Hansel
Das darf bei der Weinverkostung nicht fehlen
Viele Weine in einem Setting: hier darf bereit stehendes Wasser zum Ausspülen des Gaumens nicht fehlen. Das Wasser neutralisiert die Geschmacksnerven und macht sie bereit für die Verkostung des nächsten Weines. Bei vielen Weintastings werden außerdem kleinere Snacks angeboten. Ein nicht zu geschmacksintensives Brot wie Weißbrot ist dabei ein Klassiker, bei dem Sie ebenfalls zwischendurch für eine Neutralisierung der Geschmacksnerven zugreifen können. Ein Notizblock ist für einige Teilnehmende ebenfalls Pflicht. Hier können Sie zwischendurch Ihre Eindrücke zu den verschiedenen Weinen notieren und kommen so später im Gespräch mit den anderen Verkostenden bei all der kulinarischen Weinvielfalt nicht durcheinander.
Ganz egal, ob Kenner oder Laie: eine Weinverkostung macht Spaß und ist lehrreich zugleich. Schärfen Sie Ihren Geschmackssinn unter fachkundiger Anleitung und genießen Sie die besondere Atmosphäre, die Weintastings in passendem Ambiente wie einem Weinkeller oder einem Weingeschäft inne ist. Und vielleicht haben Sie nach dem Tasting eine neue Leidenschaft für sich entdeckt?
Quelle: